Feste und traditionen
Die Zelebration der Feiertage von Artà ist der stärkste Demonstration für das Volksempfinden seiner Bewohner. Die aktive Beteiligung an allen wichtigen Festen, immer mit dem ganzen Respekt für die Tradition, ist ein Zug, der ihnen noch immer am meisten Glanz verleiht und sie charakterisiert.
Die Feiern von Sant Antoni, Mitte Januar, sind besonders beispielhaft. Der Kirchenvorstand, bestehend aus zwei Vertretern des Volkes uns der Kirche, hat den Auftrag, die Reihenfolge der Zelebration anhand eines alten Protokolls einzuhalten. Am 16. Januar wird morgens um acht Uhr im Haus des Kirchenvorstandes mit heißer Schokolade und Ensaimadas gefrühstückt. Danach zieht der Umzug mit musik, mittlerweile die Teilnehmer schon vom Moskatellerwein und dem Mesclat gekostet, durch die ganze Stadt, begleitet von dem charakteristischen und gefeierten Damonenpaar, Symbole für das Base und die menschliche Versuchung. Am nachmittag, zur Vervollstandigung, werden Fragmente aus dem Leben des Heiligen Antonius vorgelesen und typische Lieder für diesen Feiertag gesungen. Am Abend gibt es überall in der Stadt große Feuer und es versammeln sich die Sanger und Sangerinnen, die das Publikum mit Volksliedern und Glossen beglücken, von denen viele einen klaren erotischen oder beschimpfendem Inhalt haben, im Schutze der Straffreiheit, die ihnen die Gesellschaft erteilt, alles im Rahmen den das Fest diktiert: alles ist gern gesehen in dieser Nacht der Feuer und Damonen. Am nachsten Tag, dem 17. Januar, zelebriert man die Pferdeprozession, nach den Vorschriften und Traditionen der Einsegnungen der Haustiere und der Pferde, immer mit der Prasenz des geduldigen Sant Antoni auf einem Esel, belagert von den Damonen. Am Ende des Festes, nach dem religiasen Akt, wird die Handlung gelesen, die von einem Dichter verfaßt wurde und in der in Reimform die wichtigsten Ereignisse des eben beendeten Jahres zusammengefaßt werden.
Bei der Fastenzeit sollte man die Feiern der letzten Tage oder den Karneval erwahnen, vor allem am Donnerstag und Dienstag vor dem Aschermittwoch, an denen es Tradition ist, das die Leute verkleidet durch die Straßen ziehen und groteske Lieder singen zum Klang der Ximbomba.
In der Osterwoche haben wir vor allem die Prozessionen von Gründonnerstag und Karfreitag, mit religiasen Marschen der Büsser mit Kapuze. Auch gibt es den spektakularen Akt der Kreuzabnahme Christi in der Wallfahrtskirche Sant Salvador, die den Karfreitag mit einer prunkvollen Prozession bis zur Gemeindekirche abschließt.
Sehr popular sind auch das Fest des Sant Antoni de Pàdua, auch Aprikosenfeier genannt, am 13. Juni, bei dem man die Tanzfiguren der Pferdchen und der Dame zum Klang der Musik betrachten kann: Kinder gekleidet in bunten Kleidern, interpretieren alte Tanze, die mit folgenden kuriosen Namen bekannt sind: Ball de Carrossa (Kutschentanz), Ball dels Indis (Indianertanz), Ball dels Nans (Zwergentanz)- es gibt zwei rote und zwei schwarze Pferdchen, das Pferdchen der Dame ist weiß.
Im Küstenort Colónia de Sant Pere sind die Feiern zu Ehren ihres Schutzheiligen beachtenswert, mit der die typischen sommerlichen Freizeitaktivitaten und Spiele beginnen.
Mitten im Sommer, ist das Patronatsfest von Sant Salvador, in der ersten Woche im August, auch sehr popular und gut besucht. Es hat eine breites Programm mit verschiedenen, beliebten Veranstaltungen. Erstaunlich ist die hohe Beteiligung und Mitarbeit der Stadtbewohner und Besucher. Es ist eine intensive Woche mit Spaß und Kultur.